Funktionen der Fotografie

Hier erfahrt Ihr etwas über die Funktionsweise der Kameras. Ob mechanische Teile oder Digitale und ihre Auswirkungen auf euer Foto.

Der Bildsensor

Sensorgrössen bei digitalkameras

Was ist der Bildsensor?

Der Bildsensor ersetzt in der digitalen Fotografie den Kleinbildfilm der analogen Fotografie. Er sammelt im Gunde genommen das Licht und wandelt dieses in elektrische Informationen um, die später als Bild ausgegeben werden.

Sensorgrößen und -formate

In den heutigen Digitalkameras kommen verschiedene Grössen und Formate zum Einsatz. Hier eine Auflistung der wohl gängigsten Formate:

  • Vollformat (Kleinbildformat)
  • APS-C
  • Micro-Four-Thirds und Four-Thirds

Diese Sensoren haben unterschiedliche Grössen und daher unterschiedlich grosse Flächen zur Aufnahme des Lichtes. In der Auflistung ist das Vollformat der grösste Sensor, gefolgt von APS-C und Micro-Four-Third und Four-Third.

Sensorgrössen bei digitalkameras
Die verschiedenen verwendeten Sensorgrössen bei Digitalkameras, veranschaulicht an einem Bild das mit einem Vollformatsensor aufgenommen wurde.

Hieran erkennt man, dass die „kleineren“ Sensoren (gegenüber dem Vollformatsensor), eine kleinere Aufnahmefläche haben. Somit wird das Bild durch den kleinen Sensor beschnitten (in englisch crop) und der Bildwinkel verändert sich. Auffällig wird dies bei Spiegelreflexkameras, wenn man ein 50 mm Objektiv an eine Vollformatkamera anbringt und durch den Sucher blickt, sieht man einen viel grösseren Bildauschnitt, als wenn man dasselbe Objektiv an eine Spiegelreflexkamera mit einem APS-C Sensor anbringt. Man spricht hier von einem sogenannten Crop-Faktor.

 

Umso grösser, umso besser?

Auch mit einem Micro-Four-Third können tolle und schöne Bilder entstehen. Das kommt auf jeden Fall auch auf den Menschen hinter dem Sucher an. Man hat aber gegenüber einem APS-C und einem Vollformatsensor den Nachteil, dass man einfach weniger Fläche hat auf die Licht fällt. Was bei schlechten Lichtbedingungen zu vermehrtem Bildrauschen führen kann.  Wie stark dieses Bildrauschen ist, hängt aber auch von der Menge an Megapixeln ab. Je mehr Megapixel auf der Sensorfläche gepackt werden, desto grösser auch die Wahrscheinlichkeit für Bildrauschen. Daher würde ein 20 Megapixel Vollformatsensor, aus technischer Sicht, ein besseres Foto abliefern als ein Micro-Four-Third oder APS-C Sensor mit der gleichen Megapixelanzahl auf kleinerer Fläche.

Welcher der richtige Sensor für einen selbst ist und welche Kamera, das bestimmt zum grossen Teil eben auch das Portemonnaie und wie ambitioniert man ist. Aber eines kann man bei Bildsensoren ruhigen Gewissens sagen: Umso grösser, umso teurer.

 

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