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Hier ein paar Beispiele, unserer Arbeiten, aus den verschiedenen Kategorien.

Sigma 105mm f1.4 Art im Test

Hundefotografie in der Schweiz

Im Juli habe ich von Ott + Wyss AG , SIGMA Generalvertreter für die Schweiz, die Möglichkeit erhalten, das neue Portraitobjektiv von Sigma, das 105mm f1.4 Art, testen zu dürfen. Wow was eine Ehre – ich habe mich wirklich sehr gefreut als ich die positive Rückmeldung von Ott + Wyss AG erhalten habe!! Ich durfte mir 4 Tage aussuchen, an denen ich das Objektiv testen darf und war Feuer und Flamme, für diesen Zeitraum natürlich auch Hunde und tolle Locations zu finden. Auf meiner Facebookseite habe ich einen Aufruf gestartet, dass ich für Mitte Juli 3 Hunde suche für eine Location am Wasser, im Wald und in der Stadt – denn ich wollte das Objektiv wirklich auf Herz und Nieren prüfen. Denn alle 3 Locations sind so unterschiedlich vom Licht, von allem, dass ich einfach sehen wollte, wie sich das Objektiv bei diesen verschiedenen Locations macht. Mein Aufruf ist mit über 400 Kommentaren fast aus allen Nähten geplatzt – das hätte ich mir im Leben gar nicht vorgestellt, dass meine Fotoarbeiten so gut ankommen und so viele mitmachen. Meine Auswahl hat dementsprechend gedauert. Also hatte ich 3 Hunde, 3 Locations, fehlte nur noch das Objektiv.

Das Objektiv kam, wie von Ott + Wyss AG versprochen, an einem Dienstag im Juli per Postübergabe. Ich war tierisch aufgeregt vor Freude und konnte es gar nicht erwarten, das Objektiv auszupacken. Als ich es in der Hand hielt, war ich erstmal völlig baff vom Gewicht und der Grösse – ein richtiges Monsterobjektiv, im positiven Sinne! Wow, einfach nur wow, sag ich euch. Die Linse ist verrückt, so gross fast wie ein Frühstücksteller – hat halt einen Durchmesser von 105mm. Ihr könnt euch also vorstellen wie schwer das Objektiv ist, unglaubliche 1645 g wiegt es. Mein erster Gedanke bei diesem Gewicht war: Da werde ich ordentlich Muskelkater nach allen 3 Shootings haben! Es ist sehr hochwertig verarbeitet (ok das erwarte ich auch bei einem Preis über 1000 CHF) und fühlt sich toll an. Sigma verspricht mit einer Blende von 1.4 ein lichtstarkes Objektiv und nennt es selbst „Bokeh-Meister“ – ich kann euch vorab so viel sagen: Ich kann Sigma da absolut nicht widersprechen!

Das erste Hundefotoshooting fand in der City von Rheinfelden Schweiz statt. Ich bin ein paar Tage vorher durch Rheinfelden spaziert und habe nach geeigneten Stellen zum Fotografieren gesucht, Altstadt wollte ich nicht, sondern eher modern und minimalistisch. Den Hund dazu hatte ich irgendwie schon im Kopf und war mega happy als ich die kleine Chihuahua-Dame Fina unter allen Kommentaren auf meiner Facebook Seite entdeckt hatte. Sie war perfekt für meine Location in Rheinfelden Schweiz. Ich hatte verschiedene Spots, mit verschiedenen Lichtverhältnissen und Hintergründen, denn schliesslich wollte ich aus dem „Bokeh-Meister“ alles rauskitzeln was möglich ist. Und ich muss sagen, es ist wirklich toll, wie sanft und weich die Hintergründe erscheinen und welch tolles Bokeh gezaubert wird (hängt natürlich auch immer vom Licht ab). Ganz ganz begeistert bin ich auch von der Schärfe des Hundes – ich habe mit einer Blendenzahl von 1.6 bis 2.2 fotografiert und bei der fast kleinsten verwendeten Blendenzahl von 1.6 ist der Hund super scharf. Theoretisch hätte ich auch auf f1.4 gehen können. Ich hätte gedacht, dass ich da weitaus höher gehen muss mit der Blende. Also echt tiptop! Gespannt war ich auch auf Rennaufnahmen vom Hund, denn es ist ja ein reines Portraitobjektiv. Es ist definitiv machbar, allerdings, wenn der Hund sehr nah kommt, habe ich den Fokus nicht mehr halten können. Da ist der Spielraum einfach zu klein. Auf Entfernung ist es ok, aber dann ist eben auch der Hund sehr klein auf dem Foto. Von daher muss ich bei Actionaufnahmen für mich persönlich sagen, dass es dafür nicht perfekt geeignet ist (was mir natürlich bewusst war, trotzdem wollte ich das natürlich richtig testen). Aber seht selbst…hier ein paar Eindrücke von der kleinen Hundedame Fina:

Chihuhua sitzt im Farn

Chihuahua Fina rennt im Galopp durch die City von Rheinfelden

Chihuahua Fina liegt in ihrer Hundetasche

 

 

 

 

 

 

 

 

Das zweite Hundefotoshooting fand abends bei leider grösster Hitze im Wald und zum Sonnenuntergang in einer wilden Blumenwiese statt. Für meine Waldlocation hatte ich mir zwei wundervolle Tervueren Rüden ausgesucht – für mich perfekt für den Waldlocationtest. Auch hier hatte ich mir vorher schon einige Stellen im Wald angeschaut – vor Ort sieht man dann immer auch noch andere schöne Plätze, die sich eignen. Und somit haben wir doch verschiedene Plätze aufgesucht und uns durch die Hitze nicht stören lassen. Die Hunde haben wirklich klasse mitgemacht und Ausdauer gezeigt. Im Wald war es mir wichtig, die doch eher dunkleren Lichtverhältnisse, testen zu können. Aber so lichtstark wie das 105mm ist, hat es auch hier eine fabelhafte Leistung vollbracht. Ich habe mit Blende 1.4 bis 2.2 fotografiert und bin auch hier von der Schärfe beeindruckt, eine absolute top Schärfe. Über eine ISO von 320 brauchte ich nicht hinaus gehen – selbst an der dunkelsten Stelle im Wald, echt klasse! Das Sigma 105mm f 1.4 Art ist also auch super für nicht so gute Lichtverhältnisse geeignet. Und das Bokeh spricht doch einfach für sich, weicher geht ja gar nicht – bei meiner Bildbearbeitung habe ich da auch nix weicher gezeichnet, es ist so wie ich es fotografiert habe. Auch hier habe ich natürlich Fotos für euch von Rio und Ronny:

Portrait eines Tervueren Rüden im Abendlicht in einem Blumenfeld

Tervueren Rio und Ronny in einer Waldlichtung

Tervuere im goldenen Abendlicht

 

 

 

 

 

 

 

 

Für meine Wasserlocation habe ich mir ein tierisch süsses Hundeteam ausgesucht: Mama Skadi und ihre Tochter Eyra. Zwei hübsche Gordon Setter, die farblich nicht zu unterscheiden sind. Wir haben uns ganz früh am Morgen getroffen, weil die Lichtverhältnisse dort nur morgens gut sind. Und noch was Gutes hatte es, sich so früh zu treffen: Es war angenehm kühl und wir hatten unsere Ruhe, weil so früh niemand anderes unterwegs ist. Die Location, die ich mir dafür ausgesucht habe, liegt in einem kleinen Waldstück direkt an einem Fluss mit einem Wasserfall. Mit dem Lichteinfall muss man dort gut umgehen, damit die Hunde gut ausgeleuchtet werden, da dichte Bäume und der Sonnenstand ein kleines Hindernis sind. Aber nicht für das Sigma Objektiv (ok auch nicht für meine anderen Objektive, mit denen ich sonst fotografiere – man muss dann eben wissen, wie man die Hunde platziert). Bei diesen Fotos habe ich mit einer Blende von 1.8 bis 2.5 fotografiert und auch hier sind die Hunde super scharf und das Bokeh im Hintergrund ist mega schön weich gezeichnet. An Actionfotos im Wasser habe ich mich mit den Beiden auch nochmal rangetraut. Wie schon beim Cityfotoshooting erwähnt, ist es machbar, Action zu fotografieren, aber ich würde dann eher auf ein anderes Objektiv wechseln. Obwohl die Ergebnisse top sind, nur eben ganz nahe Aufnahmen habe ich damit nicht hinbekommen. Aber das finde ich auch gar nicht schlimm, dafür kann man immer ein zweites Objektiv dabei haben. Auch hier habe ich wieder Eindrücke für euch – viel Spass mit Skadi und Eyra:

Welpenportrait eines Gordon Setters

Gordon Setter schwimmt im Fluss

Gordon Setter Skadi an einem Wasserfall bei Basel

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja und da waren die Shootings auch schon wieder vorbei und ich musste das Testobjektiv wieder zurück schicken. Das habe ich echt schweren Herzens gemacht, ich hätte es am Liebsten behalten.

Mein Fazit:
Ich hatte keinen Muskelkater (nur den üblichen wie nach all meinen Fotoshootings durch das ständige Aufstehen, neu Ausrichten der Kamera)! Es hat mir unheimlich gefallen, mich absolut von der Qualität, Schärfe, Weiche des Bokehs überzeugt – für mich ein absolutes Must-have in der Hundeportraitfotografie! Ich kann es euch also wirklich empfehlen und ich denke meine Fotos zeigen die Qualität deutlich auf. Jetzt bin ich am Hin- und Herüberlegen wann ich mir dieses tolle Objektiv leisten werde.

Ein herzliches Dankeschön an Ott + Wyss AG, dass ich das Objektiv für Testzwecke testen durfte!

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